Mörel, Breiten und Riederalp


Mörel war die kleinste Gemeinde in einer Region mit 118 ha. Sie wird schon in Dokumenten um 1200 als Grenzort erwähnt. Breiten ist ein Teil der Gemeinde Mörel und wurde benannt nach dem Großbauern Z’Breiten, der 1320 am Sonnenhang über Mörel Weinreben anpflanzte. Mörel ist fusioniert mit den Gemeinde Filet; Mörel-Filet. Die Entwicklung von Breiten zu einer Siedlung begann erst im Jahre 1966. Das Haus STELLA ALPINA wurde im Jahr 1969 erbaut.

Am Ortseingang von Mörel stand am Wegesrand einst eine 600-800 Jahre alte Kastanie, von der heute nur noch überreste zu sehen sind. Markus Berchtold, unserer Gärtner, hat von diesem historischen Baum einen jungen Sprössling gezogen und ihn nahe des alten, bereits abgestorbenen Baumes gepflanzt, um eine ähnliche Landschaft zu erhalten. Durch diese initiative sind in 2005 oberhalb von Mörel nun 120 neue Kastanienbäume gepflanzt worden die sogenannte "Kastanienselve Salzgäb".

Im alten Teil von Mörel, Überhengert und Oberdorf, stehen durch die Sonne gebräunte Stadel und Speicher auf steinernen Pfeilern, auf diesen liegen großen Steinplatten. Damit wird verhindert das Ungeziefer in die Speicher kommt. Die Speicher werden u.a. gebraucht als Lager für Heu und Getreide als auch für das Trocknen von Fleisch (Trockenfleisch).
Das Alpmuseum Riederalp lässt in einer aus dem Jahre 1606 stammenden Hütte viel von der dörflichen Historie wieder erleben.

Die Villa Cassel auf der Riederfurka ist in der Vergangenheit oft durch Sir Winston Churchill als Ferienort genutzt worden. Dem Erzählen nach mochte Churchill das Läuten der Kuhglocken überhaupt nicht. Deshalb gab er den Bauern Geld, damit diese Stroh in die Kuhglocken steckten. Heute ist die Villa ein Forschungs- und Besucherzentrum von Pro Natura mit einem botanischen Garten. Der Bund kümmert sich dort um den Schutz von alpiner Flora und Fauna. Im Zentrum gibt es reichhaltige Informationen zum Aletschwald und dem Aletschgletscher.

1944 verwüstete ein verheerender Waldbrand ca. 60 Ha des Aletschwaldes, den am höchsten gelegenen Arvenwald von Europa. Eine Arve braucht mindestens 75 Jahre, um eine Höhe von 3 m zu erreichen. An den Hängen trotzen sie extremen Temperaturunterschieden von -30°C bis +50°C. Einige Bäume haben bereits ein Alter von mehr als 1000 Jahren erreicht.

Die Dicke der Eismasse des Aletschgletschers ist auf dem Konkordiaplatz rund 1000 m. Hier vereinen sich vier Eisströme und formen zusammen zwei Mittelmoränen. Davon zeugen die dunklen Spuren auf dem Eis von den nach oben gedrückten Steinen und Geröll. Die meisten Gletscher haben nur eine Mittelmoräne.